Erklärung der Zulassungen und Prüfzeichen (ECE, KBA, etc.)

ECE


Die ECE-Prüfzeichen bezeichnen standardisierte Prüfverfahren für Bauteile, welche an Kraftfahrzeugen angebracht werden. Wird eine Zulassung erlangt, so wird am Bauteil das Genehmigungszeichen angebracht. Dieses besteht zum einen aus dem Buchstaben "E" und einer Zahl, zum Beispiel:

Die Zahl zeigt an, in welchem Land der EU die Zulassung durchgeführt wurde. Es steht dem Hersteller frei, wo er sein Produkt prüfen lässt. Folglich ist die Zulassung im gesamten ECE-Raum gültig, egal wo sie erlangt wurde.

ECE-R65
Eine Kennleuchte darf nur dann im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden, wenn sie die ECE-R65 Richtlinie erfüllt. Die ECE-R65 ist die europäische Zulassungsvorgabe für Kennleuchten, sie gibt die zu erreichenden Lichtwerte, Lichtverteilung, Befestigungsvorgaben etc. vor.

Kennleuchten werden in folgende Kategorien unterteilt:
T = Lichtabstrahlung um die komplette horizontale Achse (360°); z.B. Rundumleuchte
X = Lichtabstrahlung in eine limitierte, bestimmte Richtung; z.B. Frontblitzer, Scheibenblitzer, Heckwarnsystem

A = gelbe Lichtfarbe
B = blaue Lichtfarbe
R = rote Lichtfarbe

1 = ein Lichtpegel
2 = zwei Lichtpegel (Nachtabsenkung)

Beispiele:
TA2 = gelbe Rundumleuchte mit Nachtabsenkung
XB1 = blauer Frontblitzer ohne Nachtabsenkung

Wird die ECE-R65 Zulassung erlangt, so ist an der Kennleuchte folgendes anzubringen:
  • E-Genehmigungszeichen (siehe oben), z.B. E1
  • Kategoriebeschreibung (siehe oben), z.B. TB2
  • Zulassungsnummer z.B, 002441

ECE-R10 / EMV

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezeichnet zwei wichtige Faktoren:
 
  • Störaussendung
Die Begrenzung der Aussendung elektromagnetischer Störungen auf ein Maß, das den störungsfreien Betrieb anderer Gerät in der Umgebung gewährleistet.
 
  • Störfestigkeit
Die Sicherstellung einer ausreichend hohen Festigkeit gegenüber von außen wirkenden elektromagnetischen Störungen. Die gesetzlichen Grundlagen sind hierfür die CISPR 25 sowie die ISO 7637 und 11452.

Dies ist eine Prüfung auf elektromagnetische Verträglichkeit von Elektronik, welche in und an Kraftfahrzeugen verbaut wird.
Es ermöglich eine Verwendung neben empfindlichen Equipment (z.B. Funkgeräte, EKG, etc.) ohne diese zu stören.
Alle elektronische Produkte, welche an oder in Fahrzeugen verbaut werden, sollten diese Zulassung aufweisen.

Die Kennzeichnung wird entweder durch das E-Genehmigungszeichen und das Kürzel R10 angebracht, es kann aber auch eine (aufwändigere) Prüfung nach EG-Regelung erfolgen, diese wird mit einem kleinen "e" gekennzeichnet (z.B. e11).


Zusammenfassung
Alle Lichttechnischen Einrichtungen, welche innerhalb der EU verbaut und benützt werden, müssen beide Zulassungen nach ECE-R65 und ECE-R10 bzw. EMV ("e") erfüllen. Dennoch können landesspezifische Gesetze gewisse Leuchtenarten oder Anlagen nicht anerkennen. Wenden Sie sich deshalb immer an die lokale Zulassungsstelle bzw. zuständige Behörde.
 

KBA


Diese Zulassung ist ausschließlich für Deutschland relevant. Sie wird verwendet, um Folgetonanlagen u.A. in Hinsicht auf Frequenz und Lautstärke zu prüfen. Gekennzeichnet wird die KBA-Zulassung mit einer Wellenlinie (Tilde) ~ und einer aufsteigenden Zulassungsnummer, der auch ein Buchstabe vorangestellt sein kann.